Bühnenchronik

1998

Am 17.01.1998 gestaltet die Laienbühne unter der Regie von Manuela Schuster die Eröffnung der 1. Heidenreichsteiner Ballnacht. Josef Apfelthaler zieht sich aus seinen Funktionen zurück, die technische Leitung übernimmt Josef Ramharter.

Neben den drei Haupt-Produktionen (Lenziade: „Boeing-Boeing“ , Sommertheater: „Volpone“, Winterstück: „Räuber Hotzenplotz“) finden einige Mitglieder noch Zeit für eine neue Festivalproduktion, „Unternehmen Kornmandl“.

Trotz der intensiven Proben- und Aufführungstätigkeiten gibt es viele „gesellschaftliche“ Aktivitäten wie Theaterfahrten, Hasensamstag, diverse runde Geburtstage und Hochzeiten, Jugendtheatertage und eine Reise nach Barcelona.

1997

Anton Gisy, Gründer der H’steiner Werbegemeinschaft Creaktiv, veranstaltet mit Unterstützung der Laienbühne als Oster-Aktion den ersten „Hasensamstag“. Zum wiederholten Mal findet auch der Kindernachmittag im Sommer statt. Neben den drei traditionellen Produktionen „Der Meteor“ im Frühling, „Die Mausefalle“ im Sommer und „Ritter Kamenbert“ im Dezember) und einer Festivalproduktion bietet die Theatergruppe für ihre Mitglieder auch einen Ausflug ins Salzkammergut und eine Sylvesterparty im TUG an.

Beim WinterstückRitter Kamenbert“ wirken sehr viele Kinder und Jugendliche mit (Altersdurchschnitt: 13,5 Jahre), und zum ersten Mal kommt die Musik von einer Live-Band.

1996

Nach einer Idee von Otto Bauer findet am 26. Jänner im TUG ein „Literarisches Café“ statt. Bei der Generalversammlung fällt die knappe Entscheidung, den Namen „Laienbühne Hainrichstain“ weiter zu verwenden.

15 Mitglieder starten ihre Drei-Jahres-Ausbildung beim Amateurtheaterverband NÖ.

Es gibt wieder ein erfolgreiches Kabarett („Kabarett V / Hinter(n)listiges”), die FestivalproduktionPicknick im Felde“ und die großen Produktionen „Der Bockerer“ und „Der Froschkönig“.

Neuer Besucherrekord (5.174), 50.000. Besucher bei der 250. Aufführung seit Gründung.

1995

Otto Bauer führt bei der Lenziade zum ersten Mal Regie. Für die Festivalproduktion „Indien“ schneidet Hubert Katzian einen Fiat auseinander, und im Sommer kann die Theatergruppe den Autor Peter Turrini persönlich zum Stück „Der tollste Tag” begrüßen.

Rund um den Nationalfeiertag reisen 55 Bühnenmitglieder und ihre Angehörigen nach Rom.

Das WinterstückAladin und die Wunderlampe“ beeindruckt auch durch (Pyro)technik, ausgefallene Requisiten und Kostüme.

Insgesamt besuchen 1995 mehr als 5.000 Zuschauer*innen die Aufführungen.

1994

Es ist das Jahr der großen und aufwändigen Stücke.

Schon im Frühjahr stehen 15 Darstellerinnen und Darsteller für „Die Dame vom Maxim” auf der Bühne, und für den Theaterklassiker „Cyrano de Bergerac“ beginnen im Februar ca. 20 Bühnenmitglieder mit regelmäßigem Fechttraining. Der „Cyrano“ bringt die Gruppe an ihre Kapazitätsgrenzen: ca. 50 Mitwirkende, aber auch ein neuer Besucherrekord (2507).

Im Oktober wird die von Mannhard Zeh gestaltete und von Alt-Bgm. Alfred Haufek finanzierte Arlecchino-Statue vor dem TUG aufgestellt.

Als letztes Highlight in diesem intensiven Theaterjahr wird „Aschenbrödel“ in der Regie von Manfred Wurz aufgeführt.

1993

Das „Kabarett IV” im Mai entwickelt sich wieder zum Publikumsmagneten. Eine Gruppe von vier Bühnenmitgliedern studiert das experimentelle Sprechstück „Die Humanisten“ ein und gastiert damit bei diversen Festivals, im Waidhofner TAM und im Hoftheater Pürbach.

Im Oktober gibt es einen Theaterausflug ins Burgenland, und die NÖ Jugendtheatertage finden zum ersten Mal in H’stein statt.

Die Sommerproduktion „Der Talisman” mit Live-Klavierbegleitung von Elisabeth Hetzendorfer wird zu einem großen Erfolg.

Martin Schuster wählt für seine erste Regie das Stück „David und Goliath“ des Schweizer Kabarettisten Franz Hohler.

1992

Bei der dritten Aufführung von „Herkules und der Stall des Augias“ zieht sich Robert Inghofer einen Bandscheibenvorfall zu, sodass drei der sechs Aufführungen abgesagt werden müssen.

Das Sommerstück „Der Lügner“ wird von Andreas Krenner ganz klassisch im Stil der Commedia dell’arte inszeniert.

9. Oktober: Eröffnung des „Theater unterm Giebel“ in der Litschauerstraße.

Für das Weihnachtsstück „Der König in der Kiste” wird erstmals die Musik von einem Bühnenmitglied komponiert: Martin Schusters.

1991

Die Highlights in diesem Theaterjahr: ein gut besuchtes Frühjahrs-Kabarett („Kabaret III”) zum Thema „Fernsehen“ mit über 1.000 Besucher*innen, das Regiedebüt von Martin Hetzendorfer mit dem sozialkritischen Stück „Kein Platz für Idioten“ und „Rübezahl“ als Weihnachtsstück.

Der künstlerische und technische Leiter sowie Hauptregisseur Herbert Poindl gibt im September seinen Rückzug aus allen Funktionen in der Theatergruppe bekannt. In einer weiteren Sitzung werden folgende Arbeitsbereiche definiert: Künstlerische Leitung (Andreas Krenner), technische Leitung (Josef Apfelthaler), Werbung/Finanzen (Johann Pichler), Theater unterm Giebel (Reinhold Butschell).

1990

Aufgrund der unsicheren Lage (Golfkrieg) beschließt man, die geplante Theaterreise noch ein Jahr aufzuschieben und einen Großteil des Budgets in den weiteren Ausbau des „Theaters unterm Giebel“ zu investieren.

In diesem Jahr finden aber auch ein Theatergschnas und ein gemeinsamer Musical-Besuch statt.

Mit dem „Räuberhauptmann Grasel“ kann die Laienbühne bei 8 Aufführungen einen neuen Besucherrekord von 2.457 verzeichnen. 43 Bühnenmitglieder wirken mit, manche davon in Doppelrollen.

Trotz dieses personellen Großaufgebotes wird auch im Frühjahr eine Produktion („Das Konzert“) auf die Bühne gebracht und im Dezember kommen auch die Kleinen mit „Alef und die Zauberflöte“ nicht zu kurz.

1989

Anfang des Jahres wird Herbert Poindl das Silberne Ehrenzeichen der Stadt Heidenreichstein verliehen, das er nach kurzer Diskussion im Namen der Laienbühne Hainrichstain schließlich annimmt.

Bei der Generalversammlung beschließt man, das Dachgeschoß oberhalb des ehemaligen Geschäfts der Firma Eisen-Böhm in der Litschauerstraße als Probenort und Requisiten/Kostüm-Lagerraum zu adaptieren. Das TUG (Theater unterm Giebel) wird schließlich im Oktober 1992 eröffnet.

Der Theaterreigen dieses Jahres beginnt mit der Eigenproduktion „Kreuz und Quer“, wird im Sommer fortgesetzt mit „Ein Engel kommt nach Babylon“, und findet mit „Der gestiefelte Kater“ einen würdigen Abschluss.

1988

Bei der Generalversammlung wird u. a. die „Lenziade“ im Frühjahr als fixer dritter Spieltermin fixiert. Außerdem gibt es einige Ausflüge (z. B. nach Salzburg) und zwei Regiedebüts: Manfred Wurz beim Sommerstück „Zwölfeläuten“ und Josef Apfelthaler bei „Kabarett II“ im November.

Trotz der äußerst interessanten Inszenierung von „Das Trollkind“ kommen leider nur relativ wenige Besucher*innen. Aber auch das gehört zum Theaterleben dazu.

1987

In diesem Jahr wagt sich die Laienbühne Hainrichstain erstmals an drei Produktionen.

Beim Sommerstück „Cenodoxus“ tritt die Theatergruppe zum ersten und bisher einzigen Mal in der Stadtpfarrkirche auf. Eine gute Entscheidung, denn die meisten Aufführungen wären verregnet gewesen…

Das Kurzprogramm „Kabarett I“ entsteht im Herbst während eines Seminars mit Ewald Polacek und Astrid Polacek-Draxl und legt den Grundstock für weitere erfolgreiche Kabarettproduktionen in den folgenden Jahren.

Und zu Weihnachten treten „Die Bremer Stadtmusikanten“ von den Brüdern Grimm auf die Bühne.

1986

Die Hauptthemen bei der Jahreshauptversammlung sind einerseits die Optimierung der Werbeaktivitäten und andererseits die Aus- und Weiterbildung der Darstellerinnen und Darsteller. Etliche Bühnenmitglieder beginnen eine „Dreijahres-Ausbildung“ des NÖ Landesverbands für Amateurtheater und beschäftigen sich mit Atmung, Sprechtraining, Rolleneinstieg und Improvisation.

Mit „Michael Kohlhaas“ steht im Sommer wieder ein Klassiker auf dem Programm.

Das Weihnachtsstück „Der kleine Muck“ ist das Regiedebüt von Andreas Krenner.

1985

Neben einem Theateressen (das entsprechend dem Bauernstück „Erde“ ganz deftig mit Stosuppe, Stelze und Mandeltorte ausfällt) werden die ehrenamtlich Mitwirkenden mit einer Gruppenreise nach Dubrovnik belohnt.

Beim Weihnachtsstück „Dornröschen“ wird erstmals eine Projektion eingesetzt, um die wachsende Hecke darzustellen.

1984

Die Professionalisierung des Theaterbetriebes schreitet in diesem Jahr kräftig voran, unter anderem wird eine Subvention des Landes NÖ für den Ankauf von Kulissenteilen und Requisiten verwendet. Zum ersten Mal, aber nicht sehr erfolgreich, versucht die Gruppe verschiedene Arbeitsbereiche zu schaffen (Technik, Werbung, Bühnenbau…).

Im August kämpft „Don Quijote“ im Hof der Wasserburg gegen das Böse, während im Dezember „Schneewittchen“ Groß und Klein begeistert.

1983

Die Sommerspiele mit „Der G’wissenswurm” finden in diesem Jahr erstmals im Pfarrhof statt und ab dann (fast) immer abwechselnd im Burghof bzw. Pfarrhof. Weil sich so viele Begeisterte angemeldet haben, wird in zwei Besetzungen zu je 10 Darsteller*innen abwechselnd gespielt, und zwar erstmals wegen des noch zu starken Tageslichts mit Beginn 20:30 Uhr.

Auch das Weihnachtsmärchen „Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen“ ist wieder ein voller Erfolg. Wegen des wachsenden Publikumsinteresses gibt es erstmals fünf Aufführungstermine.

1982

Anlässlich der 50-Jahr-Feier der Stadt Heidenreichstein wird das Bauerndrama „Stephan Fadinger“ in der Burg aufgeführt. Bei sechs Aufführungen können knapp 2000 Zuschauer*innen begrüßt werden. Die Proben gestalten sich wegen der vielen Mitwirkenden und „mangelnder Probendisziplin“ teilweise turbulent und feuchtfröhlich …

Herbert Poindl rechnet aber auch minuziös aus, dass bei dieser Produktion ca. 4.000 ehrenamtliche Personenstunden geleistet wurden, also je 80 Stunden bei ca. 50 Beteiligten.

Beim Weihnachtsstück „König Drosselbart“ beträgt der Eintrittspreis für Kinder 15 Schilling (etwas mehr als 1 Euro).

1981

Gründung der Bühne Heidenreichstein

Nach der Aufführung der Komödie „Der Revisor“ im August 1981 (noch unter dem alten Namen „Burgspiele Heidenreichstein“) wird bei der Hauptversammlung der Theatergruppe einstimmig der neue Name „Laienbühne Hainrichstain“ angenommen.

Die Gruppe, die aus dem Dunstkreis der Mitwirkenden an „Meier Helmbrecht 1980” entstanden ist, wird von Spielleiter Herbert Poindl, Kulturstadtrat Wilhelm Kiefl und Werbeleiter Johann Pichler angeführt.

Als Weihnachtsproduktion wird das bekannte Märchen „Rumpelstilzchen“ in der kleinen Aula der Mittelschule in Szene gesetzt.