Bühnenchronik
Mit „20.000 Meilen unter dem Meer” unter der Regie von Jakob Allram startet das vollgepackte Jahr bereits im März. Es wird nachgeholt, was auf der Strecke blieb.
“Mit besten Empfehlungen” konnten wir im Juni präsentieren und nach Unterhaltung dürstendes Publikum begrüßen.
Der Sommer war von der Fortsetzung eines Klassiker geprägt: “Don Camillo und seine Herde” wurde passenderweise im Pfarrhof dargeboten.
Plötzlich und unerwartet mussten wir uns von zwei lieben Theatermenschen verabschieden. Martin Schuster und Otto Bauer haben den Verein maßgeblich mitgeprägt. Mit Manfred Wurz mussten wir in einem Jahr also gleich drei wertvolle Mitglieder verabschieden. In Memoriam wurde im Oktober ein Literarisches Café im Eventkeller des Burgstüberls abgehalten.
Zumindest starten konnten wir im November mit “Salmah und Leilah“, das den Regisseur und Autor Severin Fichtenbauer auf eine lange Geduldsprobe stellen sollte. Die Pandemie hatte uns immer noch im Griff, weshalb ein Teil der Aufführungen verschoben werden musste.
Das für 2020 geplante „Jahr der jungen Bühne“ wird nun zwangsläufig auf zwei Jahre aufgeteilt: „20.000 Meilen unter dem Meer”, das Regiedebüt von Jakob Allram, muss erneut verschoben werden. Das gleiche Schicksal erleidet das Musical „Salma und Leilah” (Text, Musik, Regie: Severin Fichtenbauer) – das Winterstück soll nun ebenfalls 2022 realisiert werden.
Allein die Sommerproduktion „Meier Helmbrecht“ in einer modernen Fassung unter der Leitung von Anna-Katharina Wurz kann umgesetzt werden.
Leider muss in diesem Jahr auch von einem ganz grossen der Bühne H’stein Abschied genommen werden. Manfred Wurz bleibt uns nun für immer gewogen.
Womit im Jänner noch niemand gerechnet hatte, wird leider wahr! Das „Jahr der jungen Bühne“ und alle damit verbundenen und bereitsgeplanten Produktionen müssen aufgrund der COVID-Beschränkungen verschoben werden. Somit findet in diesem Jahr seit fast 40 Jahren keine einzige Aufführung statt.
Auch alle anderen Aktivitäten, u. a. das traditionelle Theateressen, fallen aufgrund von Vorschriften bzw. Lockdowns aus. Trotzdem laufen die Vorbereitungen im Hintergrund für den Neustart im Jahr 2021 – eine Gruppe mit einer derart langen Geschichte wird sich doch von solchen Unterbrechungen nicht entmutigen lassen.
Der Vorstand wird bei der Generalversammlung für weitere drei Jahre bestätigt. Außerdem wird beschlossen, 2020 das „Jahr der jungen Bühne“ auszurufen, mit Inszenierungen der Newcomer Jakob Allram, Anna-Katharina Wurz und Severin Fichtenbauer.
Nachdem die Frühjahrsproduktion „Rappaccinis Tochter“ abgeschlossen ist, fahren Ende Mai, Anfang Juni gut 20 Bühnenmitglieder auf Theaterreise nach Vorarlberg.
Im Sommer folgt mit „Der Unbestechliche“ wieder ein Klassiker.
Im Herbst 2019 wird eine neue, leistungsfähigere Tonanlage angekauft, die bei „Anton, das Mäusemusical“ erstmals zum Einsatz kommt.
Zwei liebe und wichtige Mitglieder der Bühne, Oswald Bräuer und Otto Bauer, müssen in diesem Jahr auf den Friedhof begleitet werden.
Die technische Ausrüstung ist großteils auf dem neuesten Stand, die Werbeaktivitäten werden immer vielfältiger (z. B. Transparente und Großplakate) und nehmen mittlerweile einen beträchtlichen Teil des Jahresbudgets ein. Anna-Katharina Wurz und Jakob Allram sind nun offiziell die Jugendreferenten der Bühne H’stein. Beim Kartenverkauf wird auf Direktausdruck an der Abendkasse umgestellt.
Otto Bauer inszeniert die köstliche Boulevardkomödie „Der Mustergatte“, Martin Schuster verwendet für „Der blaue Engel“ die diesmal motorisierte Drehbühne, Anna-Katharina Wurz schreibt das Zwei-Personenstück „Mehlkind“ für das Festival „Theaterzauber“, Andreas Krenner inszeniert „Heidi“ in der Margithalle mit aufwändigem Bühnenbild und vielen Mitwirkenden von Jung bis Alt.
Erfreuliches Jahresergebnis: 4.230 Zuschauer.
Das Jahr der personellen Veränderungen
Monika Frank gibt nach einigen Jahren ihre Funktion als Bereichsleiterin „Kostüme“ an Martha Fronhofer ab. Der Kartenvorverkauf, der 11 Jahre lang von Bernhard Berger erledigt wurde, wandert samt neuem Kartentelefon zu Petra Altmann. Die Werbeleiterin Daniela Nöbauer erhält ab nun Unterstützung durch Katrin Fohringer. Franz Weibold wird als technischer Leiter vom Duo Reinhard Apfelthaler und Günther Altmann abgelöst.
Nachwuchsarbeit wird groß geschrieben: Bei den KiTs gibt es mittlerweile jeden Samstag ein Treffen von 17:00 bis 19:00 Uhr. Eine Theaterreise im Mai führt dieses Mal nach Verona, Vicenza und Padua (inklusive unvergesslicher Weinverkostung in Valpolicella!).
Mit „Die zwölf Geschworenen“ (bekannt aus der Verfilmung mit Henry Fonda) startet die Theatersaison offiziell.
Im Rahmen des Sommerstücks „Der nackte Wahnsinn“ kommen nicht nur die neu angeschafften Publikumssessel zum Einsatz, sondern auch eine von Reinhard und Rupert Wurz geplante und konstruierte Drehbühne. Und mit dem Winterstück „Rapunzel” punktet die Bühne wieder mit einer eigenen Bearbeitung (Jürgen Hanisch) eines bekannten Märchens.
Das 35. Jahr für die Bühne sowie das sechste für den Verein. Bei den Neuwahlen wird der Vorstand abermals für drei Jahre bestellt.
Neben den schon traditionellen Auftritten im Rahmen der Ballnacht, Osterhasen- und Westernzug etc. bestreitet die Bühne H’stein wieder drei erfolgreiche Produktionen, nämlich Nestroys musikalische Posse „Häuptling Abendwind“ mit Live-Band, exotischer Dekoration und „echtem“ Gewitter, Molières Klassiker „Der Geizige“ (Regiedebüt von Gregor Fürnweger mit einem fulminanten Manfred Wurz in der Titelrolle) und das Grimm’sche Märchen „Das tapfere Schneiderlein”, bei dem wieder viele junge Talente mitwirken.
Das Jahr der Kontraste
Bei der Lenziade wagt sich die Bühne an einen politisch brisanten Psychothriller, das Drei-Personen-Stück „Der Tod und das Mädchen“ (bekannt aus der Verfilmung mit Ben Kingsley und Sigourney Weaver), der „Sommernachtstraum“ mit 21 Darsteller*innen (und ca. 30 Personen Backstage) und das Kindermusical „Peter Pan“ mit 23 Darsteller*innen und noch einmal so vielen Personen Backstage sind allerdings sehr personalintensiv. „Peter Pan“ wächst sich mit knapp 1700 Besucher*innen zum Publikumserfolg aus.
Trotzdem bleibt noch Zeit für die „Off“-Produktion „Irrlichter“, verfasst und inszeniert von Anna-Katharina Wurz.
Im September gibt es einen Theaterausflug nach Tschechien (Lipno und Budweis), im November feiert Manfred Wurz seinen 75. Geburtstag mit einer Sonderfahrt auf der Schmalspurbahn, Jakob Allram ist ab nun verantwortlich für Facebook und andere neue Medien.
Frauenpower bei der Bühne Heidenreichstein. Bei der Lenziade führt Sonja Seidl zum ersten Mal Regie. Sie wählt die französische Krimikomödie „Acht Frauen“, die durch eine Verfilmung von François Ozon bekannt ist. Auch im Sommer führt mit Margit Weikartschläger eine Frau Regie: „Charleys Tante“ ist die 100. Produktion der Theatergruppe.
Aus diesem Anlass wird bei jeder Aufführung ein Theaterabo und bei der Dernière ein Waldviertelrundflug im Publikum verlost. In Otto Bauers Version der „Frau Holle” kommen auch andere Märchenfiguren wie Rotkäppchen oder Hans im Glück vor.
Ein Großteil der Jugendlichen von KiT (Kinder im Theater) nimmt an der 3-Jahres-Ausbildung des ATiNÖ Teil. Bei der Generalversammlung wird die Anschaffung eines neuen Lichtgerüsts beschlossen.
Bei der Generalversammlung wird der Vorstand neu bestätigt.
Die Lenziade widmet sich in diesem Jahr der zeitgenössischen Avantgarde („Die Präsidentinnen“ von Werner Schwab in der Galerie Zeh / Klein Pertholz), dafür gibt sich der Sommertheater so klassisch wie nur möglich („Faust“ von J.W. Goethe), und auch das Winterstück ist ein klassisches Märchen frei nach H.C. Andersen („Die Prinzessin auf der Erbse“).
Das neue, große Lichtpult kann sich zum ersten Mal bewähren. Wie schon in den vorangegangenen Jahren „überfällt“ eine Abordnung der Bühne H’stein den Westernzug des Schmalspurvereins, im Mai nehmen 31 Personen an einer gemeinsamen Berlin-Reise mit Übernachtung in Prag teil, und im September geht es im Rahmen eines Theaterausflugs zur Landesausstellung „Brot & Wein“ sowie zum „Weinviertler Jedermann“ nach Poysdorf.
Bei der Generalversammlung übergeben Anfang des Jahres Manuela und Martin Schuster nach 10 Jahren die künstlerische Leitung an Rupert Wurz und Jürgen Hanisch. Der Verein steht auf guten Beinen, was die Finanzen und das Image anbelangt.
Die „Nebenbeschäftigungen“ (Balleröffnung, Osterhasensamstag, Westernzug etc.) sowie die Arbeitsbereiche Karten(vor)verkauf, Homepage, Werbung etc. laufen inzwischen reibungslos, so kann man sich voll und ganz auf die drei Produktionen konzentrieren.
Die klassische Satire „Biedermann und die Brandstifter”, die durch eine Verfilmung im Jahr 1942 bekannte schwarze Komödie „Sein oder Nichtsein“ und die Eigenproduktion „Der gestiefelte Kater (2012) ” aus der Feder von Jürgen Hanisch mit Musik von Severin Fichtenbauer.
Anna-Katharina Wurz gründet die Jugendorganisation der Bühne „KiT“ (Kinder im Theater).
Das Jahr der Jubiläen und Eigenproduktionen
Mit einer großen „Gala-Revue“ feiert die Bühne Heidenreichstein ihren 30. Geburtstag. Unter der Gesamtleitung von Manuela Schuster bringen 50 Bühnenmitglieder Höhepunkte aus den Produktionen der Jahre 2005-2010 sowie diverse Kabarett- und Musiknummern auf die Bühne der Margithalle.
Im Sommer folgt das nächste Highlight, denn für seine zweite Regie schreibt Jürgen Hanisch die Western-Groteske „Cid the Kid“ selbst.
Für das Winterstück „Des Kaisers neue Kleider” schreiben Martin Schuster (Musik) und Jürgen Hanisch (Texte) eine Hand voll flotter Lieder.
26 Bühnenmitglieder nehmen im September am Theaterausflug nach Carnuntum und Bratislava teil.
Die Homepage zeigt sich ab nun im gleichen Corporate Design wie die Plakate (Johannes Krenner und Rupert Wurz), am 31. Dezember werden acht runde Geburtstage im TUG gefeiert.
Besonders erfreulich: Insgesamt kommen in diesem Theaterjahr 10 neue Mitglieder zur Bühne H’stein.
Bei der Generalversammlung am 6. März kommt es zu einem wichtigen Schritt in der Geschichte der Bühne Heidenreichstein. Sie wird aus dem Kulturreferat der Gemeinde ausgegliedert und zu einem eigenständigen Verein. Martin Schuster wird zum Obmann gewählt, Manuela Schuster zu seiner Stellvertreterin.
Neu im Bereich des Kartenverkaufs ist die Möglichkeit der Onlinebuchung.
Immer wieder geht die Bühne „Fremd“. In diesem Jahr gibt es vier Aufführungen der Lenziade mit „Elling“ außerhalb von Heidenreichstein.
Im August erlebt das Publikum mit „Arsen und Spitzenhäubchen“ einen luftig-leichten Sommertheater, das Winterstück „Die Schatzinsel“ beeindruckt vor allem mit einem sensationellen Bühnenbild.
Im Herbst begannen bereits die Vorarbeiten für die Revue „30 Jahre Bühne Heidenreichstein“ im darauffolgenden Jahr.
Bei der Generalversammlung wird eine neue Werbelinie beschlossen. Johannes Krenner präsentiert das neue Corporate Identity Design der Bühne, das ein einheitliches Erscheinungsbild für Plakate, Handzettel, Programme und andere Werbemittel garantieren soll. Somit möchte man auch den Wiedererkennungseffekt garantieren.
Immer wieder sucht die Bühne authentische Aufführungsorte für ihre Produktionen. So finden die Aufführungen von „Der Watzmann ruft“ erstmals im Stadl der Tagesstätte Heidenreichstein statt. Für den Sommertheater mit „Lumpazivagabundus“ wird die Bühne wieder im Pfarrgarten aufgestellt, und das Winterstück „Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren“ findet im Volksheim ihr Zuhause.
Beim Mittelalterfest Ende Juni wirkt die Bühne Heidenreichstein mit einer Gerichtshandlung mit. Für das gemeinschaftliche Wohl sorgt die heurige Theaterreise nach Mallorca mit 39 Mitgliedern.
Wie in den Jahren zuvor sorgt die Bühne unter der Leitung von Manuela Schuster für die Eröffnung des Stadtballs bereits zum 11 Mal.
Die Sommerbühne erhält eine neue Auflage mit leicht verlegbaren Doka-Platten. Der Theaterausflug führt uns im September u.a. zum Baumwipfelpfad in Oberösterreich.
Zum „Theateressen“, dem jährlichen kleinen Dankeschön für alle Mitwirkenden bei den letzten drei Produktionen sind 50 Personen angemeldet. Zum ersten Mal wird in diesem Rahmen auch der von Martin und Manuela Schuster neu ins Leben gerufene „Hawlitschek“ verliehen. Dieser Preis ist nicht allzu ernst gemeint und wird immer mit einem Augenzwinkern übergeben, stellt er doch meist eine launige Anerkennung für eine witzige Situation oder kuriose Leistung dar, sei es im technischen oder schauspielerischen Bereich. Es handelt sich dabei um eine kleine Skulptur mit einer Knackwurst darauf.
Zu den gemeinschaftlichen Aktivitäten zählen auch immer wieder die sogenannten „Mega-Geburtstagsfeiern“ (Zusammenlegung mehrerer Jubilare) im TUG. Dort werden keine Geschenke im eigentlichen Sinn überreicht, sondern Beiträge aller Art (Sketches, Lieder, Tänze, Spiele, etc.) sorgen für ein buntes Programm.
Ja, und ganz nebenbei wird 2008 auch Theater gespielt: „Ein ungleiches Paar“ (Lenziade), „Geschichten aus dem Wienerwald“ (Sommertheater), „Alice im Wunderland“ (Winterstück).
Nach vermehrten Anläufen beschließt die Generalversammlung eine Namensänderung von Laienbühne auf „Bühne Heidenreichstein“. Nach längerer Zeit werden auch die Eintrittspreise etwas angehoben, € 14,- beim Sommertheater und € 13,- bei der Lenziade.
Mit der Frühjahrsproduktion „Der Watschenkrieg im Ochsenhof“ gibt es erstmals einen Ausflug in das „leichte“ Genre des Bauernschwanks. Gespielt wird in einem echten Stadl (Hetzendorfers Heuboden) und zur Beförderung der Zuschauer wird ein Shuttledienst mit der Schmalspurbahn eingerichtet.
Aufgrund der wetterbedingten Absagen 2006 kommt es zu einer Wiederaufnahme von „Don Gil von den grünen Hosen“. Auch der Dauerbrenner der Bühne Heidenreichstein, „Die kahle Sängerin“, wird erneut „aufgewärmt”. Die Produktion wird ausgewählt, das Land Niederösterreich beim Festival des Landesverbandes für Amateurtheater in Vorarlberg zu vertreten, die Aufführung im Landestheater Bregenz findet viel Anklang bei Publikum und Jury.
Im Sommer ist der Klassiker „Jedermann“ auch in Heidenreichstein zu sehen. Und als Winterstück treibt Robin Hood in „Gesucht: Robin Hood“ sein (Un)wesen in der Burgstadt.
In diesem Jahr findet eine Theaterreise nach Dresden und Leipzig statt. Das Logo wird adaptiert, die neue Webadresse www.buehne-hstein.at besteht bis heute.
Thomas Frank erhält nach seinem Abschluss am Reinhardt-Seminar einen Vertrag am Schauspielhaus Graz, wo er bis 2015 blieb.
Neue, aufwändiger und professioneller gestaltete Programmfolder werden verteilt. Bei der Lenziade kommt es mit „Diebstahl“ zum Regiedebüt von Jürgen Hanisch. Bem Sommertheater „Don Gil in den grünen Hosen” fallen leider einige Aufführungen dem Wettergott zum Opfer.
Nach monatelangen Vorbereitungen gibt es im Oktober die 25-Jahr-Gala. „Die lange Nacht der kurzen Stücke” mit 60 Mitwirkenden ist eine Rückschau auf die Highlights der vergangenen 25 Jahre.
Beim Winterstück „Pinocchio” wird ein neuer Weg beschritten. Es gibt nur mehr jeweils eine Aufführung um 19:00 Uhr, dafür werden einige Termine an Wochentagen angeboten, um vermehrt Schulen anzusprechen. Dabei konnte der 100.000. Zuschauer begrüßt werden.
Die Dreijahresausbildung vom ATINÖ für unsere jungen Spieler/innen geht zu Ende, neun Teilnehmer/innen schließen sie erfolgreich ab. Zwei weitere Spezialseminare mit Top-Referenten für erfahrene Bühnenmitglieder sorgen für professionelle Fortbildung. Schulungen gibt es auch immer wieder für das Technikteam.
Eine sogenannte Opera, eine Großprojektionsleinwand, wird angekauft. 30 Kostüme werden vom Fundus der Bundestheater in Wien um den Betrag von € 390,- angeschafft. Trotz aller Aktivitäten bleibt Zeit für eine gemeinsame Theaterreise nach Sizilien.
Das Kabarettprogramm „DCCC“ ist wieder eine komplette Eigenproduktion mit Lokalkolorit. Die bereits 500. Aufführung wird beim Sommertheater „Dracula“ gefeiert, zweimal wird das Stück auf Einladung auch im Hoftheater Pürbach gespielt. Mit „Hänsel und Gretel“ erleben Groß und Klein wieder einen echten Klassiker. Beim Theaterfestival „Anderstheater“ im Volksheim Heidenreichstein treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene mit ihren Gruppen aus ganz Österreich.
Die interne Fortbildung ist und bleibt ein zentraler Punkt. Drei Seminare werden angeboten. Der „Theaterstadl“, unser Kulissen- und Technikdepot, wird eröffnet.
Im Rahmen der „Wackelstein-Aktion“ wird ein plötzlich am Hauptplatz erschienener Findling im August ins Nonseum Herrenbaumgarten verabschiedet.
Gregor Fürnweger schließt sein Schauspielstudium am Schubert Konservatorium Wien erfolgreich ab und ist somit das dritte Mitglied unserer Gruppe, das professionell in diesem Bereich arbeitet.
2004 wird mit 32 Aufführungen, 5 Produktionen („Die weiße Rose“, „Zehn kleine Negerlein“, „Alex, die Piratenratte“, Wiederaufnahmen von „Ladies‘ Night“ und „Die kahle Sängerin“) mit 5.814 Besucher*innen zum Rekordjahr.
Bei der Produktion „Die weiße Rose“ im ehemaligen Kino wird zusätzlich ein pädagogisches Begleitprogramm für Schulen (Info-CD und eigene Aufführungen) angeboten:
„Ladies‘ Night“ wird mit insgesamt 16 Aufführungen das meistgespielte Stück der Bühne Heidenreichstein.
Der Bau vom „Stadl“, einem Depot für Kulissen, große Bühnenteile und Technik wird fixiert, den ein Baubeirat mit 7 Personen leitet.
Die Einnahmen-/Ausgabenbilanz des Jahres 2002 ist ernüchternd. Es gibt ein Plus von satten € 47,93. Die Nachwuchsförderung wird auch weiterhin großgeschrieben: 16 Teilnehmer/innen melden sich für die 3-Jahres-Ausbildung des ATINÖ in Heidenreichstein an. Thomas Frank besteht im Juni 2003 die Aufnahmeprüfung des Reinhardt-Seminars.
Rupert Wurz ist für die bühneneigene Homepage verantwortlich.
Mit großem Stolz kann vermerkt werden, dass es der Bühne Heidenreichstein als erster Amateur-Theatergruppe im deutschsprachigen Raum gelungen ist, die Rechte für „Ladies‘ Night“ (Lenziade) zu erhalten. Eine besondere Ehre wird der Gruppe auch dadurch zuteil, dass vier Gastspiele von „Ladies‘ Night“ im Hoftheater Pürbach stattfinden, und es eine Einladung für „Die kahle Sängerin“ zur Teilnahme bei den Laientheatertagen in Reichenau/Rax gibt.
Auch der Sommertheater mit „Der Raub der Sabinerinnen” und das Winterstück „Oskar legt ein Ei” finden ein begeistertes Publikum.
Im Rahmen des Neujahrsempfangs des Bürgermeisters kommt es zur Verleihung des goldenen Ehrenzeichens an die Bühne Heidenreichstein.
Nina Hlava, eines unserer Mitglieder, besteht die Aufnahmeprüfung an der Akademie der Musischen Künste in Prag und schließt ihr Studium „Nonverbales Theater und Komödie“ nach ein paar Jahren erfolgreich ab.
Andreas Krenner legt bei der Generalversammlung wie geplant die künstlerische Leitung nach 10 Jahren zurück. In seiner Zeit kam es zu einer Demokratisierung und Öffnung der Theatergruppe, gut funktionierende Arbeitsgruppen wurden eingerichtet und viele gemeinschaftsfördernde Aktivitäten durchgeführt. An seine Stelle treten Martin und Manuela Schuster. Eine Änderung gibt es auch in der technischen Leitung: Franz Weibold übernimmt die Funktion von Josef Ramharter.
Erstmals werden zwei Stücke (Einakter) bei der Lenziade gezeigt: „Die kahle Sängerin“ und „Pumperlgsuaaaaah“ . Dabei kommt es zur ersten Regiearbeit von Manuela Schuster („Die kahle Sängerin“).
Mit „Was ihr wollt“ wird im Sommertheater wieder ein echter Theaterklassiker, allerdings in modernem Gewand, gezeigt.
Eine länger geplante Theaterreise führt die Gruppe dieses Mal nach Athen.
Aufgrund einer Beschränkung der Sitzplätze im Volksheim auf 220 Personen und wegen der großen Nachfrage wird eine 10. Aufführung beim Winterstück „Der Zauberer von Oz” angeboten. An den Wochenenden wird zweimal gespielt – um 15:00 und 18:00 Uhr.
Bei der Lenziade „Kabarett VI” hat Margit Weikartschläger ihr Regiedebüt.
Anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums findet sich das neue Logo auf den Foldern, T-Shirts und Handtüchern. Außerdem gibt es im Sommer 2001 eine Ausstellung mit diversen Exponaten der Bühne in vielen Geschäften Heidenreichsteins.
„Don Camillo und Peppone” ist mit 2.953 Zuschauer*innen das meistbesuchte Stück in der Geschichte der Theatergruppe. Bei einer der Aufführungen kann der 75.000 Besucher begrüßt werden.
Nach eineinhalb Jahren Vorarbeit gipfeln die Feierlichkeiten schließlich in einer „20-Jahr-Gala“. In der Margithalle werden drei Stunden unterhaltsames Programm geboten: Theater, Musik, Tanz, Auftritte von Gastgruppen, sowie Essen und Getränke an den Tischen.
Im Obergeschoß der Rot-Kreuz-Zentrale wird ein Kostümdepot errichtet.
Verschiedenste Veranstaltungen bzw. Mitbeteiligungen runden ein arbeitsintensives Jahr ab: Theatergschnas, Kindernachmittag im TUG, „Literarisches Cafe“, „Kunst am Aschermittwoch“ und „Osterhasensamstag“ (oftmalige Beteiligungen sollten bei den letzteren beiden folgen).
Den bereits traditionellen Abschluss dieses Theaterjahres bildet „Kalif Storch und Prinzessin Eule“.
Die dritte Balleröffnung am 22.01.2000 ist so ein großer Erfolg, dass der Bereich „Bewegungs- und Tanztheater“ unter der Leitung von Manuela Schuster einen wichtigen Platz bekommt. Bei der Generalversammlung werden schon detaillierte Pläne für den 20. Geburtstag der Bühne im Jahr 2001 geschmiedet.
Neben der Lenziade „Kein Wort zu viel von Liebe” und der Sommertheater „Der eingebildete Kranke” finden noch ein Theaterausflug ins Salzkammergut, eine Feier zu Manfred Wurz 60. Geburtstag, die Jugendtheatertage und das schon traditionelle Theateressen (wegen Molière mit „französischem Menü“) statt.
Das Winterstück „Das Dschungelbuch“ ist das erste Stück, das in der Margithalle aufgeführt wird – in einem aufwändigen Bühnenbild mit echten Baumstämmen, falschen Felsen und vielen Bundesheer-Tarnnetzen.
Ein sehr arbeitsreiches Jahr mit Balleröffnung, Hasensamstag, Teilnahme am ORF-Fernsehfrühschoppen, Kindernachmittag und vier aufwändigen Produktionen, die teilweise parallel laufen.
Die Lenziade findet in der ehemaligen Gierlichs-Fabrik in Klein-Pertholz statt, die Festivalproduktion „Abraham“ reist bis nach Rudolstadt (Deutschland), die altgriechische Komödie „Lysistrata“ ist mit echtem Feuer und Wasser ein sehr sinnliches Erlebnis, „Pippi Langstrumpf“ bietet dem Theaternachwuchs eine Auftrittsmöglichkeit.
Johann Pichler erhält für seine Verdienste um das Theater in Heidenreichstein das Silberne Ehrenzeichen des Landesverbandes für NÖ von Obmann Ewald Polacek verliehen. Es gibt große Investitionen im Bereich Technik: neues Licht-Mischpult, elektrische Sanierung Volksheim, Bühnen-Homepage (Stefan und Rupert Wurz).
